AUF DIESE AUTOREN HAT DIE KRIMIWELT GEWARTET:
SHORTLIST FÜR DEN KRIMIPREIS "HARZER HAMMER"
Was macht einen guten Krimi aus? Ein nachvollziehbares Motiv, ein schlüssiger Plot, gut gezeichnete Figuren, fesselnder Schreibstil, Originalität. Es gibt durchaus objektive Kriterien, bei der Bewertung von Literatur lässt sich persönlicher Geschmack aber auf keinen Fall leugnen. Wenn die Jury des Mordsharz-Teams über die Shortlist zum „Harzer Hammer“ diskutiert, erinnert das manchmal an „Das literarische Quartett“, nur mit deutlich mehr Blut.
In dieser Woche traf sich das Team um Christoph Lampert, Roland Lange, Susanne Hammer, Andreas Sack und Christian Dolle in Wernigerode, um die vielen Einsendungen des diesjährigen Krimi-Nachwuchspreises sprichwörtlich auseinanderzunehmen. Einige neue Krimi- und Thrillerautoren verlieren sich selbst in ihren Geschichten, andere wollen witzig sein, sind es aber nicht, wieder andere wiederholen leider nur das, was es auf dem ohnehin großen Markt schon viel zu oft gibt.
Erstaunlicherweise gibt es aber auch immer wieder Bücher die aus der Masse herausstechen, fesseln und viel mehr Aufmerksamkeit verdienen. Sei es durch originelle Ermittler, sei es durch eine besondere Atmosphäre oder auch durch ein noch selten oder nie beleuchtetes Setting. Auch aktuelle Entwicklungen oder Probleme schlagen sich insbesondere im Krimi immer wieder nieder und können den Blick auf die Welt schärfen. Auch solche Bücher wurden wieder für den „Harzer Hammer“ eingereicht.
Nach einem langen Abend mit zum Teil kontroversen und ausufernden Diskussionen hat die Jury über eine Shortlist für den Preis abgestimmt, von der alle überzeugt und begeistert sind. Darauf stehen:
Oliver Baier: Frankfurt Beats
Ein rasanter Trip durch die Abgründe des Frankfurter Nachtlebens
Thomas Blubacher: Ausgespielt
Mord bei Dreharbeiten zu einem Film in den 1930er Jahren in der Schweiz
Sarah Bestgen: Happy End
Eine Kindesentführung, bei der alles anders ist als es zunächst scheint
Nikolas Kuhl und Stefan Sandrock: Das Dickicht
Ein Cold Case mit erschreckenden Parallelen zu einem aktuellen Fall
Iver Niklas Schwarz: Kummersee
In einem abgelegenen See schlummert ein düsteres Geheimnis
All diese Krimis bzw. Thriller lohnen sich zu lesen, all diese Autorinnen und Autoren sind eine Bereicherung für die Buchwelt. Wer von ihnen den „Harzer Hammer 2025“ erhält, wird am 17. September im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung des diesjährigen Mordsharz-Festivals in Wernigerode bekanntgegeben.
Weitere Informationen zum Festival und auch zur Ausschreibung gibt es unter www.mordsharz-festival.com.
Die "SHORTLIST-JURY": Andreas Sack, Roland Lange, Susanne Hammer, Christoph Lampert, Chris Doll (vl)
Foto©Jana Theuring Text:Chris Dolle
HARZER HAMMER 2024
Die diesjährige Preisträgerin des HARZER HAMMER steht fest: Hannah Essing "Die Tote von Nikosia"
PREISTRÄGERIN 2024:
Hannah Essing „Die Tote von Nikosia"
Foto: ©Chris Dolle

PREISTRÄGER 2023:
Peter Lorath „Fluch der Venus"
Foto: ©Chris Dolle

PREISTRÄGER 2022:
Johann Palinkas „Coup“
Foto: ©Chris Dolle;
(Johann Palinkas, Andreas Gruber)

PREISTRÄGERIN 2021:
Frauke Buchholz „Frostmond“
Foto: ©Chris Dolle;
(Sebastian Fitzek, Frauke Buchholz, Andreas Gruber)
PREISTRÄGER 2020:
Peter Grandl „Turmschatten“ (Das Neue Berlin)
Foto: ©Chris Dolle;
(Peter Grandl)
PREISTRÄGER 2019:
Thomas Koehler/Konstantin Zorn „Lambachs letzter Fall“ (Salomo)
Foto: ©Chris Dolle;
(von l. nach r. Christoph Weigold, Thomas Köhler,
Konstantin Zorn, Andreas Gruber)
PREISTRÄGER 2018:
Christof Weigold „Der Mann, der nicht mitspielt“ (KiWi)
Zur Laudation von Andreas Gruber.
Foto: ©Chris Dolle; (Christoph Weigold (l) und Oliver Bottini (r)